
30. Juli 2026
Studie: Förderhürden für Vereine auch in NRW
Engagement ist da – die nötige Unterstützung nicht immer: Die Studie „Kleine Summen, große Hilfe?“ macht deutlich, dass die Förderung von Vereinen und Initiativen auch in Nordrhein-Westfalen häufig an zu vielen Hürden scheitert. So erhielt die Mehrheit der zivilgesellschaftlichen Organisationen im vergangenen Jahr keine Mikroförderungen.
Mehr als die Hälfte der Befragten in NRW hält Aufwand und Ertrag bei Antragstellung gar nicht erst für angemessen. Dabei könnten schon kleine Summen viel bewirken: Fast die Hälfte der Befragten in NRW gibt an, dass sogenannte Mikroförderungen zwischen 4.000 und 5.000 Euro eine ideale Unterstützung wären.
Kleine Summen sowie niedrigschwellige und gut auffindbare Angebote sind also immens gefragt – und könnten viel bewirken. In Nordrhein-Westfalen zeigt sich aber wie in ganz Deutschland ein einheitliches Bild: Vereinsförderung erreicht ihr Potenzial nicht. Eine Herausforderung ist demnach häufig die mangelnde Kenntnis über Fördermöglichkeiten. In Nordrhein-Westfalen geben nur 6 Prozent der Organisationen an, sich gut über geeignete Mikroförderungen informiert zu fühlen. Kommt das Geld an, fließt es in Nordrhein-Westfalen primär in die Verbesserung der Ausstattung (68 Prozent) sowie in die Organisation von Veranstaltungen (44 Prozent), seltener in Honorare oder Aufwandsentschädigungen. Die Mittelverwendung hängt stark vom jeweiligen Engagementfeld ab.